Startseite  |  Inhalt  |  Kontakt  |  Impressum  |  Datenschutz  |  English
 

Bürgerbeteiligung als Motor für (soziale) Innovationen

ITAFORUM 2013 – Bürgerbeteiligung und soziale Innovationen

„Bürgerbeteiligungen als Motor für (soziale) Innovationen“ - wie das funktionieren kann, diskutierten rund 80 Experten auf Einladung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) auf dem ITAFORUM 2013. Im Mittelpunkt der zweitägigen Konferenz stand die Frage, wie Bürgerbeteiligung Innovationen fördern kann. Darüber hinaus diskutierten Teilnehmende soziale Innovationen. Das fünfte ITAFORUM fand am 16. und 17. Mai in Berlin statt.

Ob zur Bewältigung der Energiewende oder des demographischen Wandels - soziale Innovationen gewinnen zunehmend an Bedeutung für die Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen. Auch in der Wirtschaft gehen Unternehmen immer häufiger neue Wege in der Kommunikation und der Zusammenarbeit. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Wissenschaft und Sozialunternehmen untersuchte das ITAFORUM am ersten Tag, wie unternehmerisches Handeln und soziale Zielstellungen vereinbar sind. Es wurde betont, dass wirtschaftliche Zielstellungen, die allein auf Wettbewerbsfähigkeit ausgerichtet sind, nicht mehr ausreichen. Der Erfolg eines Unternehmens ist ebenso abhängig von komplementären Strategien wie von sozialen Innovationen. Dabei ist es wichtig, dass diese Wirksamkeit für die Lösung gesellschaftlicher Probleme besitzen. Um soziale Innovationen weiter voranzutreiben, bedarf es einer größeren gesellschaftlichen Beteiligung, waren sich die Podiumsteilnehmer einig. „Wir müssen Bürger befähigen, ihre eigenen Lösungen zu entwickeln und selbst innovativ zu sein“.    

Die Möglichkeiten, Bürger in den Innovationsprozess einzubeziehen, standen im Mittelpunkt des zweiten Konferenztages. Am Beispiel verschiedener Bürgerbeteiligungsprojekte des BMBF diskutierten die Konferenzteilnehmer, welche Rolle Partizipation in der Innovationspolitik spielen kann. Bürgerbeteiligung soll Bürgerinnen und Bürgern die Chance geben, auf Augenhöhe mit Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über ihre Erwartungen an Forschung und Technologien zu sprechen. So können Einwände in die Entwicklung von Innovationen einfließen und Akzeptanz für neue Technologien entstehen. Nach einem einführenden Panelgespräch zum Thema fanden sich die Teilnehmer in insgesamt sieben Arbeitsgruppen zusammen, um sich dort mit konkreten Beteiligungsprojekten und ihrer Konzeption und Durchführung auseinanderzusetzen. In der Abschlussdebatte gingen die Teilnehmer der Frage nach, welche Zukunft Bürgerbeteiligung hat. Alle Beiträge und Diskussionen werden im Tagungsband dokumentiert, der demnächst erscheint.