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Die Innovations- und Technikanalyse

Bildung, Forschung und Entwicklung sind wichtige Fundamente des wirtschaftlichen Erfolgs und der sozialen Gerechtigkeit. Die Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung setzen sich jedoch nicht von allein in erfolgreiche neue Produkte und verbesserte Lebensbedingungen um. Der Innovationsprozess muss politisch, ökonomisch und sozial gestaltet werden. Diese Aufgabe betrifft die gesamte Gesellschaft ebenso wie ihre Teilbereiche Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik gleichermaßen. Die Innovationspolitik umspannt deshalb Maßnahmen von der möglichst frühzeitigen Förderung individueller Begabungen bis zur Gesetzgebung in konkreten Innovationsfeldern.


Komplexe Wechselwirkungen zwischen wissenschaftlich-technischen, ökonomischen, ökologischen und sozialen Entwicklungen kennzeichnen den Innovationsprozess. Die Innovations- und Technikanalyse (ITA) muss diese Beziehungen bei ihren Untersuchungen berücksichtigen, um insbesondere Synergieeffekte bislang unverbundener Technologieentwicklungen zu erkennen und Erfolg versprechende Entwicklungspfade aufzeigen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ist sich seiner zentralen Rolle im Innovationsprozess bewusst und stellt sich der daraus erwachsenden besonderen Verantwortung für eine vorausschauende Innovationspolitik. Entscheidend für die Innovationsfähigkeit ist es, Weichen rechtzeitig zu stellen: Wichtige Entdeckungen und Entwicklungen in zentralen Technologiefeldern und deren Auswirkungen müssen antizipiert, Rahmenbedingungen optimal gesetzt werden.

Ein Instrument hierfür ist die ITA – sie konzentriert sich auf mittelfristige Veränderungen in Forschung und Entwicklung und auf die Bedingungen in den jeweiligen Innovationsfeldern. Sie ergänzt Instrumente der langfristigen Prospektion wie Foresight um eine Vorausschau von fünf bis sieben Jahren.

Den optimalen Weg zwischen Chancen und Risiken neuer technologischer Entwicklungen zu finden und dabei Handlungsbedarfe und Handlungsoptionen aufzuzeigen, dieser Aufgabe stellt sich die Innovations- und Technikanalyse. Wissenschaftliche Analysen der Innovationsbedingungen und -prozesse sind hierfür die eine Grundvoraussetzung. Gegenstand der Maßnahmen der ITA ist das Innovationssystem in konkreten Feldern. Die Transferaufgabe besteht darin, die Ergebnisse dieser Untersuchungen so aufzubereiten, dass sie Entscheidungen im Innovationsprozess vorbereiten.

Die besondere Herausforderung ergibt sich aus der Notwendigkeit, den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in unterschiedliche gesellschaftliche Bereiche sicherzustellen. Innerhalb dieser gesellschaftlichen Bereiche müssen zudem sehr verschiedene Akteure und Institutionen einbezogen werden.