Arbeitsgruppe 2: Wie müssen wir morgen produzieren?
Die bestehenden Formen der Wertschöpfung stehen auf dem Prüfstand. Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz werden gefordert, technologische Entwicklungen und sich verändernde Wertesysteme und Konsumleitbilder wie etwa der Wunsch nach ökologisch und sozial verträglich hergestellten Produkten stellen neue Ansprüche an die Industrie. Welche Möglichkeiten gibt es diesen Anforderungen zu genügen und was sind die Konsequenzen für die Wertschöpfung?
Impulsvorträge
Informations- und Kommunikationstechnologien als Treiber für branchenspezifische und branchenübergreifende Innovationen
In welchem Umfang die Entwicklung in den Informations- und Kommunikationstechnologien einen Einfluss auf die Wertschöpfungsketten in spezifischen Branchen hat, soll am Beispiel der computergestützten Medizintechnik vertiefend aufgezeigt werden. Hier wirken die Informations- und Kommunikationstechnologien als zentrale Treiber für die Entwicklung neuer Produkte und Leistungen und führen darüber hinaus zu einer Transformation von Organisations- und Geschäftsmodellen.
Bernd Bienzeisler, Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO
Wertschöpfung2.0 - Perspektiven zukunftsfähiger Produktions- und Konsummuster
Die Innovationsdynamiken im Kontext von zukunftsfähigen Produktions- und Konsummustern sind in vielerlei Hinsicht durch übergreifende politische, technologische und sozio-kulturelle Entwicklungen beeinflusst. Vor dem Hintergrund der kurzen Darstellung wirtschaftsrelevanter Trends und Leitbilder werden die Innovationsfelder der generativen Fertigung sowie der Personalisierung von Produkten und Produktionsstrukturen exemplarisch erläutert und hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitspotenziale bewertet.
Jan-Peter Ferdinand, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung
Andere Werte - andere Innovationsentscheidungen?
Wie sich eine veränderte Bewertung von Innovationen – zum Beispiel unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten – auf deren wirtschaftliche Erfolgsaussichten auswirken kann und wie durch neue Bewertungsraster die Gestaltung von Innovationsprozessen beeinflusst werden kann, soll am Beispiel einer entwickelten und erprobten Methodik zur nachhaltigkeitsorientierten Innovationbewertung “ demonstriert werden.
Finn Günther, CEPRA - Centrum for Performance Research & Analytics
Diskussionsfragen
Wie können neue Anforderungen an bestehende Formen der Wertschöpfung schnell und wirkungsvoll in Anwendungsmodi übersetzt werden?
Welche Rolle könnten Partizipationsansätze für die Entwicklungsrichtung von Innovation und Wertschöpfung spielen?
Welches sind die relevanten Informationen und Daten, die ein Unternehmer für die Anpassung seiner Wertschöpfungskette an neue gesellschaftliche Werte und Anforderungen braucht, wie kann er diese mit vertretbarem Aufwand generieren und welches Bewertungsraster ergibt sich daraus?
Moderation: Prof. Dr. Margit Kling, design akademie berlin

